Die Bildungsverhältnisse in unserer Heimat

Vor der Regierungszeit der Kaiserin Maria Theresia (1740-1780) gab es noch keine Volksschule in unserem Sinn.

Karl der Große, der starkwillige und weitblickende Herrscher versuchte schon im achten Jahrhundert in seinem Lande eine allgemeine Volksbildung durchzuführen. Er ordnete an, Pfarrschulen zu errichten und darin Religion, Kirchengesang und Lesen zu lehren. Doch fand diese Weisung in seinem gewaltigen Universalreich nicht allgemeine Verbreitung. Es mußten fast tausend Jahre vergehen, bis das erreicht wurde, was der große Herrscher angestrebt hatte. In unserem Heimatgebiet, das zum Gau Poapinatal und somit zum Reiche Karls gehörte, konnte sich seine Idee des allgemeinen Volksunterrichtes schon deshalb nicht durchsetzen, da es damals noch dünn besiedelt war.

In den folgenden Jahrhunderten gab es in Klöstern, Städten und größeren Pfarrorten Schulen, die im wesentlichen Lateinschulen waren und nur einer kleinen Gruppe der Bevölkerung, hauptsächlich Adeligen und zukünftigen Geistlichen, als Bildungsstätte dienten. Die Domschule zu Säben dürfte wohl die erste Schule dieser Art in unserem Lande gewesen sein. Auch für diese Ära wird von keiner Schule in unserer nächsten Umgebung berichtet.

Nach und nach entstanden Schulen, in denen Lesen und Schreiben, mitunter auch Rechnen, in deutscher Sprache gelehrt wurden. Fraglos unterrichteten auch in einigen kleineren Dörfern ,,Schulmeister`` die Jugend; so werden solche im Oberinntal im 13.und 14.Jahrhundert in Zirl, Mieming, Imst, Zams und Wenns genannt.

Großes Bedürfnis nach Schulen bestand damals auf dem Lande nicht. Die von einer Sippe in langer Zeit erworbene Lebenserfahrung, die von Generation zu Generation weitergereicht wurde und das seit altersher überlieferte Brauchtum, das sich um die zahlreichen kirchlichen und häuslichen Feste rankte, befriedigte die bäuerlichen Menschen in geistiger Hinsicht vollauf. Wer begehrte schon Lesen oder Schreiben zu können? Gab es doch kaum Bücher in den Bauernhäusern.

Erst die großen weltgeschichtlichen Ereignisse, wie die Kreuzzüge, die Ausbreitung von Handel und Verkehr, die großen Reisen und Entdeckungen im 15.Jahrhundert, die Erfindung der Buchdruckerkunst und die bald darauf einsetzende Reformation weckten in der Menschheit einen gewaltigen Trieb, sich Wissen anzueignen.

In vielen Städten errichtete nun das Bürgertum Schulen, damit die Bedürfnisse des täglichen kaufmännischen und handwerklichen Lebens erfüllt werden konnten. Selbst auf die Landbevölkerung blieben die weltbedeutenden Geschehnisse nicht ohne Einfluß. In jeder Generation steigerte sich, zunächst zögernd, doch später immer drängender, das Bedürfnis und die Notwendigkeit, lesen und schreiben zu können.

In vielen Urkunden werden für eine ganze Reihe von Orten im Oberinntal Dorfschulmeister genannt, so für Silz 1414, für Telfs 1520, für Untermieming 1581, für Serfaus 1577, für Prutz 1593 ... Sicher gab es noch andere Orte, in denen um diese Zeit schulmäßiger Unterricht erteilt wurde. Für Inzing gibt es dafür keinen schriftlichen Beweis, aber sicher waren auch bei uns Leute, die des Lesens und Schreibens kundig waren. Das bezeugen nicht nur viele Urkunden, sondern auch die Tatsache, daß zur Zeit der Reformation die Zahl derer, die lesen und schreiben konnten, in Tirol sehr beachtlich war.

In unserem Heimatland war es besonders der Landesfürst, FerdinandII., der das Schulwesen förderte. Auch in Tirol hatte die Lehre Luthers alle Stände ergriffen. Noch mehr verbreitet war die Sekte der Wiedertäufer. Ferdinand entschloß sich, den Katholizismus wieder zu festigen. In der Gründung von Schulen sah er dafür ein geeignetes Mittel. Er erließ daher am 16.Dezember 1586 eine Schulordnung, die sich mit den ,,teutschen`` Schulen befaßte, wie man damals Schulen fürs Volk nannte.

Etwa 40 Jahre nach dieser Schulordnung finden wir Andrä Prenßeisen als ersten Schulmeister für Inzing urkundlich nachgewiesen. Er ist unter Nr.33 im Steuerkataster von 1630 vermerkt. Er unterrichtete wahrscheinlich gegen geringes Entgelt ein paar Kinder. Da für die Kinder kein Schulzwang bestand, ließ der Schulbesuch noch lange zu wünschen übrig. Selbst in Innsbruck besuchten 1766 von tausend im schulpflichtigen Alter stehenden Kindern nur etwa 300 den Unterricht.

Auch in anderen Orten, sogar in kleinen Gemeinden, finden wir im 17. Jahrhundert in Urkunden Lehrer erwähnt. Wenn also oft behauptet wird, daß in der Zeit vor Maria Theresia die Landbevölkerung allgemein gegen die Schule eingestellt war, so trifft dies für Tirol nicht zu. Immer wieder fanden sich Menschen, die bestrebt waren, das Volk aus seiner dumpfen Unwissenheit herauszureißen und stets gab es Eltern, die den Wert einer Bildung schätzten. Der Staat hatte die Bedeutung des Schulwesens bis in die Mitte des 18.Jahrhunderts nicht erkannt und wandte nur geringe Mittel für die Volksbildung auf. Der Unterricht lag in allen Schulen im argen, das Wissen, das die Kinder in ihnen erwarben, war ein Stück- und Stümperwerk. Nur die Kirche war sich der Wirksamkeit der Schule bewußt. Sie hatte sich bisher um die Erziehung der Jugend gekümmert und Kunst und Wissenschaft gefördert. In den Landgemeinden spielte allerdings der Unterricht in Glaubenslehre die Hauptsache, dem Aneignen von Wissen kam nur eine untergeordnete Rolle zu. Von einer allgemeinen Volksbildung konnte man noch nicht sprechen.

Wir können uns vorstellen, wie schlecht die Bildungsverhältnisse in unserem Dorfe gestaltet waren. Da bis 1686 ein Priester noch nicht ständig in Inzing wohnte, dürfte auch im Religionsunterricht kaum Bedeutendes geleistet worden sein.

Während der Regierungszeit Maria Theresias erschien am 6.Dezember 1744 die ,,Allgemeine Schulordnung für die deutschen Normal-, Haupt- und Trivialschulen[*] in sämtlichen k.k.Erbländern`` . Sie entstand unter der Leitung des weitschauenden, human denkenden schlesischen Abtes Johann Felbinger und gilt als die Gründungsurkunde der österreichischen Volksschule. Die Gemeinden mußten nun Schulen gründen. Die Kinder waren vom 6. bis zum 13. Lebensjahr verpflichtet, die Schule zu besuchen.

Nach dem neuen Gesetz sollte die Bildung des Volkes in erster Linie dem Zwecke des Staates dienen. Der Kirche wurde die Schulaufsicht übertragen und es blieb ihr so ein maßgeblicher Einfluß gewahrt. In der Gemeinde wurde der Schulbetrieb vom Ortsseelsorger, im Dekanatsbereich vom Dekan und in den Diözesen vom Bischof kontrolliert. Unsere Schule wurde vom Flaurlinger Dekan überwacht.

Sicher sind Jahrzehnte vergangen bis das Theresianische Gesetz in allen wesentlichen Punkten erfüllt war. Aber seit der Französischen Revolution (1789) erscholl immer häufiger und dringender der Ruf, das Volk aus der geistigen Unmündigkeit, in der es oft mit Absicht gehalten worden war, herauszuheben und die Menschen zu freidenkenden Persönlichkeiten zu erziehen. Freilich kamen immer wieder Rückschläge und reaktionäre Haltung beherrschte dann die Schule. ,,Lernen, aber nicht denken, beschränkter Untertanengeist, aber keine Menschenbildung`` war der Kern einer solchen Einstellung. Wie in fast allen Landgemeinden wird auch in der Inzinger Schule eher reaktionärer Geist als Fortschritt geherrscht haben.

Obwohl sich aus diesem Grunde die Bestimmungen der neuen Regelung über die Schulpflicht, den Schulbesuch, den Lehrstoff u.ä. in den Dörfern nur sehr schleppend durchsetzten, so konnte das Gesetz doch nicht ganz mißachtet werden. Im Dekanat Flaurling führten die verantwortlichen Männer die Anordnungen vielleicht sogar etwas zügiger durch als in manchen anderen Landesteilen. Dafür dürfte der damalige Flaurlinger Dekan Georg Tangl gesorgt haben. Er hatte sich mit seinem Freund dem bekannten Barockkirchenerbauer Franz de Paula Penz, schon um die Mitte des 18.Jahrhunderts durch die Errichtung von Schulen im Wipptal große Verdienste erworben. Als Dekan hat nun dieser fortschrittliche Schulfreund und Befürworter der theresianischen Schulreform für eine rührige Abwicklung der Neugestaltung des Schulwesens in seinem Dekanat gesorgt.

Jedenfalls bestand in unserem Dorfe schon vor 1800 ein Schulhaus. Dieses erste Schulgebäude ist heute das Haus Kohlstatt Nr.21. Die Schule war einklassig und wurde von einem Lehrer geführt. Wie sich unsere Schule weiter entwickelte, ist im Kapitel ,,Schulgebäude unseres Dorfes`` (Seite [*]) näher erläutert.

In den ersten Jahrzehnten des 19.Jahrhunderts war die Leistung der Schule sicher nur mittelmäßig. Die hohe Schülerzahl in der Klasse, die nur sechsjährige Schulpflicht, die kurze Unterrichtszeit (zum Besuch der sogenannten Sommerschule waren die älteren Schüler nicht verpflichtet), die schlechte Besoldung der Lehrer, die ihr dürftiges Einkommen durch nebenberufliche Tätigkeiten zu verbessern suchten und schließlich die unzureichende Ausbildung der Lehrkräfte drückten die Leistung stark herab.

Seit Maria Theresia wurde die Schule - wie bereits erwähnt - als eine Angelegenheit des Staates betrachtet. Man erkannte, daß der wirtschaftliche Wohlstand eines Landes nicht nur auf seine materiellen Schätze beruht, sondern auch auf die geistige Tätigkeit seiner Bewohner. Auch andere Kreise, wie Handel, Gewerbe und Industrie wußten, daß gut geschulte Arbeiter höhere Leistungen und größeren Gewinn brachten. Alle diese Kräfte versuchten in der Schule Übergewicht zu gewinnen.

So war das 19. Jahrhundert von einem Kampf um die Schule erfüllt. Einerseits war es ein Ringen zwischen Staat und Kirche um den größeren Einfluß auf das Schulwesen, andererseits eine Fehde zwischen den Ständen und der staatlichen Zentralgewalt. Unserer Schule brachten diese Kämpfe nur nach Ablauf größerer Zeitabstände kleine Änderungen und karge Verbesserungen im Schulbetrieb, blieben aber nicht ohne Wirkung für die Lehrerschaft.

Das Ergebnis, aber nicht der Schlußpunkt, dieser langen Kämpfe waren das am 14. Mai 1869 geschaffene Reichsvolksschulgesetz und die 1905 erlassene Schul- und Unterrichtsordnung. Beide brachten wesentliche Verbesserungen, doch dauerte es noch Jahrzehnte bis alle wichtigen Bestimmungen eingehalten wurden. In Tirol stieß das Gesetz noch lange auf harten Widerstand und erst am 30. April 1892 wurde ein Landesgesetz geschaffen, das dem Inhalt des neuen Schulgesetzes entsprach.

Die Schulzeit wurde auf acht Jahre ausgedehnt, aber ältere Schüler wurden immer wieder oft ganzjährig vom Schulbesuch befreit, da sie für Arbeiten notwendig gebraucht wurden. Erst ab dem Schuljahr 1948/49 kam eine solche Beurlaubung in Inzing nicht mehr vor.

Die Schulaufsicht, die bisher Geistliche ausgeübt hatten, wurde vollständig neu geregelt. Es wurden Orts-, Bezirks- und Landesschulräte geschaffen. Der Unterricht wurde von weltlichen Inspektoren beaufsichtigt. Diese Neuerung fand in unserem Lande die heftigste Ablehnung. Den Bezirksschulinspektoren wurde in vielen Gemeinden die Arbeit erschwert, ja sie wurden sogar tätlich angegriffen und an ihrer Arbeit gehindert. Im Bezirk Innsbruck-Land war die Reaktion gegen das Gesetz nicht so heftig wie in anderen Bezirken des Landes.

Vinzenz Gasser Heim - Photoarchiv Hans Oberthanner

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Unser Dorf dürfte da keine Ausnahme gemacht haben. Fürstbischof Vinzenz Gasser, der als Inzinger mit unserem Dorfe eng verbunden war, nahm gegen das neue Schulgesetz einen besonders harten Standpunkt ein. Er sah das Seelenheil der Jugend großen Gefahren preisgegeben. In einem Hirtenbrief tat er dies auch offen kund. Die Inzinger Bauern, die ,,ihrem`` Bischof selbstverständlich sehr ergeben waren, teilten Gassers Meinung und standen diesen Neuerungen ablehnend gegenüber. Daß es aber gegen Schulinspektoren zu tätlichen Ausschreitungen gekommen wäre, ist nicht anzunehmen.

Demonstrativ wurden nun die alljährlichen Religionsprüfungen festlich gestaltet. Schulleiter Nagele erwähnt in seiner 1893 begonnenen Schulchronik erstmals am 7.4.1897 eine Religionsprüfung. Vertreter der Gemeinde, der Obmann des Ortsschulrates und der Ortsschulaufseher waren als Gäste erschienen.[*]

Ab 1897 führt Nagele in seiner Chronik jedes Jahr solche Prüfungen an. Bis 1947 nahm sie der jeweilige Dekan von Flaurling und dann der Telfser Dekan vor. Stets waren der Bürgermeister, 1 bis 2 Gemeinderäte und ebensoviele Mitglieder des Ortsschulrates anwesend. Der Prüfungstag war unterrichtsfrei. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Zahl der Gäste immer geringer. In den letzten Jahren fand die Prüfung nicht mehr jährlich statt. Dieser Mißklang zwischen Kirche und staatlicher Gewalt wirkte sich für unsere Schule nicht störend aus, ja er wurde in letzter Zeit nicht mehr empfunden.

Während des Ersten Weltkrieges gingen die Lernerfolge wie überall zurück. Der damalige Schulleiter Johann Steiner mußte als Soldat seine vaterländische Pflicht erfüllen und die zwei Lehrschwestern mußten drei Klassen versehen. Die dadurch gekürzte Unterrichtszeit und der schlechte Schulbesuch, bedingt durch den großen Mangel an Arbeitskräften, wirkte auf die Leistungen sehr hemmend.

Nach dem Ersten Weltkrieg begann der Kampf der politischen Parteien um die Schule. Sie versuchten, besonders die Lehrerschaft ihren Ideen zugetan zu machen, um so über die Schule die Jugend zu gewinnen. Aber auch dieser für das Schulwesen im allgemeinen nicht günstige Zustand rief an unserer Schule kaum Unruhe hervor. Schlimmer wurde es erst in den Dreißiger Jahren, als die Meinung der Österreich treuen Verbände gegen die Ansichten der Nationalsozialistischen prallten. Aber Besonnenheit der Katecheten, der Schulleitung und der Lehrkräfte - mit wenigen Ausnahmen - hielten Unangenehmes fern.

Nach dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich (1938) griff der Nationalsozialismus nach der Schule. Lehrbücher und Unterricht mußten nach der nationalsozialistischen Ideologie ausgerichtet werden. Gehässige Verfügungen, die den Religionsunterricht betrafen und zahlreiche überstürzte Neuerungen untergruben das Vertrauen der Eltern zur Schule.

Der 1939 beginnende Zweite Weltkrieg, häufige staatliche Feiern, Kohlenferien, Fliegeralarm (besonders 1944/45) störten den Unterrichtsbetrieb und verhinderten eine ruhige Aufwärtsentwicklung unserer Schule. Der große Wechsel von Lehrpersonen, die zum Teil nur mangelhaft ausgebildeten Hilfskräfte an unserer Schule und der schlechte Schulbesuch senkten die Unterrichtsergebnisse stark herab.

Trotzdem erfreute sich unsere Schule keines schlechten Rufes. Öfters, besonders in dem Schuljahr 1941/42, hospitierten Schüler der Innsbrucker Lehrerbildungsanstalt an unserer Schule oder hielten unter Anleitung des Lehrers Unterrichtsstunden.

Ende April 1945 mußte der Unterricht eingestellt werden. Im Keller- und Klassenraum des Schulhauses wurden Flüchtlinge untergebracht, vier Familien aus der Wiener Umgebung und eine weißrussische Familie.[*] Am 3.Mai 1945 besetzten amerikanische Soldaten unser Dorf, nachdem es am Tage vorher und während der Nacht beschossen worden war. Erst am 24.September 1945 konnte wieder unterrichtet werden.

Auch die ersten Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges brachten in das Schulwesen Beunruhigung, Erschwerung und Verwicklungen. Es fehlten Lehrbücher und Lernmittel. Bei uns wurden alle Lehrpersonen versetzt oder außer Dienst gestellt. Doch bald wurden diese Schwierigkeiten bewältigt. Das Interesse und Verständnis für die Probleme der Schule nahmen ständig zu.

Durch das Schulgesetz vom 25.Juli 1962 sind die Kinder verpflichtet, neun Jahre die Schule zu besuchen. Diese Bestimmung hat bei Eltern und Lehrer, bei Bauern, Gewerbetreibenden und in der Industrie Befürworter und Gegner gefunden. Viele Vorschriften beeinflußten stark den Bildungsgang der jungen Menschen und die Unterrichtsgestaltung.

Wenn auch die gegenwärtige Schulreform, die noch immer in Fluß ist, schäumendem Most gleicht, der sich erst zu ruhigem, klarem Wein läutern muß, so besteht doch kein Zweifel, daß von ihr viel Gutes für die Jugend zu erwarten ist.

http://www.pisch.at/Ernst/Wissen/Dorfbuch/Dorfbuch.html